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Pfarrei St. Vitus Sailauf  > Kunst & Geschichte

Die Pfarrer von Sailauf

(Quelle: Lippert-Chronik)

1279  Heinrich von Scheckelnberg: Der Name eines Pfarrers in Sailauf ist erstmals 1279 aus Anlass der Incorporation (Einverleibung) der Pfarrkirche Sygeloufen in die Stiftsscholasterei Aschaffenburg überliefert. Das ungewöhnlich große und geschlossene Pfarrgut sollte der Scholasterie zugute kommen. Aus diesen Pfründen wurde aber auch in Sailauf ein Vikar oder Leutpriester entlohnt. Heinrich von Scheckelnberg war der letzte selbstständige Pfarrherr von Sailauf. Er starb 1331.

1316  Im Stiftsnekrolog Aschaffenburg ist am 7. 12. 1316 der Tod des Vicepleban zu Sylauff Werner aufgezeichnet.

1331  Die Pfarrei Sailauf wird vom Probst Johannes dem Vikar Bertholdus verliehen.

1350  Friedrich, Sohn eines Zimmermanns von Aschaffenburg war 1350 Pfarrer in Sailauf.

1374  Am 6.9. 1374 wird Pfarrer Cunrad zu Sylauff genannt.

1404  Peter Ohse wird 1404 und 1408 als Pfarrer erwähnt.

1449  Aus der Separations- (Trennungs-) – Urkunde von 1449 geht hervor, dass der Plebanuns in Sailauf Johannes hieß. Mit dieser Urkunde wurde die Filialkirche Unterbessenbach (St. Jörgen) mit Straßbessenbach von der Mutterpfarrei Sailauf (matrix ecclesia) abgetrennt.

1533  Pfarrer Johannes Schimmel. Danach noch 1533 Pfarrer Johann Ruppich.

1543  Pfarrer Johann Hopfgart verstarb vor 1543 an der Pest.

1546  Pfarrer Johann Schmyd versprach in diesem Jahr dem Scholaster, noch drei Jahre in Sailauf   zu bleiben.

1559  Pfarrer Büttner

1573  Pfarrer Valentin Stenger

1575  Pfarrer Matthias Barth aus Lanpach bis zu seinem Tod 1595. Er lebte im damals nicht unüblichen Konkubinat und hatte fünf Kinder.

1596 Pfarrer Michael Drisch wechselte bald nach Distelhausen.

1597 Pfarrer Adolf Herman Lauterbach kam 1597 aus Fulda. Noch 1597 ging er nach Dieburg. Von ihm gibt es unrühmliche Berichte von Zechereien mit Konkubine und Sohn.

1597  Pfarrer Nikolaus Schon wird Pfarrer von Sailauf.

1598  Bernard Bopp amtierte von 1598 bis 1628 als Pfarrer in Sailauf. 1628 versuchte sich Bopp vor den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges durch die Flucht zu retten und blieb verschollen.

1635  Pfarrer Lang, „ein gelehrter und lobenswerter Mann“, starb 1635.

1642  Pfarrer Cornelius Ihrs

1650  Der Ernstkirchener Pfarrer Johann Gudeschal betreute als Vicecuratus 1650 die verwaiste Pfarrei Sailauf.

1662  Pfarrer Johann Conrad Stein beginnt im Jahre 1662 mit dem Anlegen der heutigen Kirchenbücher der Pfarrei Sailauf. Er amtierte wohl bis kurz vor der Jahrhundertwende.

1698  Pfarrer M. Simon Hammelmann. Nach ihm ab April 1698
Pfarrer Georg Adam Bozenhard, der dann 1701 bis 1743 Pfarrer in Kleinostheim war.

1701  Franz Philipp Frank 1701 bis 1729 Pfarrer von Sailauf. 1711 bis 1714 Pfarrverwalter in Hösbach.

1729  Pfarrer Johann Peter Büchel

1730  Pfarrer Christian Erwein Grübler, bis zu seinem Tod 1752 in Sailauf. Er würdigte seine Gemeinde kaum eines Eintrages im Kirchenbuch. Um diese Zeit hatte sich zwischen Sailauf und Rottenberg eine Niederlassung von Eremiten gebildet Die Eremiten wurden vom Sailaufer Pfarrer als Lehrer im Schuldienst eingesetzt. 1805 soll die Eremitage abgebrochen worden sein.

1753  Sebastian Büttner war von 1753 bis zu seinem Tod am 3.5. 1769 Pfarrer in Sailauf. Er ist 1774 in Weiler geboren Die neue Kirche in Keilberg war 1747 von ihm erbaut worden.

1769  Pfarrer Imhoff

1781  Pfarrer Anton Köhler erneuerte 1789/90 die uralte St.-Vitus-Kirche zu Sailauf. Nach 1805 wurde er Pfarrer von Kleinwallstadt, wo er 1807 starb.
Im Zuge der Säkularisation wurde auch das Stift zu Aschaffenburg säkularisiert. Infolgedessen wurde die Pfarrei Sailauf durch Anordnung des Erzbischofs von Mainz dem „Schul- und Studienfonds“ zugeteilt.

1806  Franz Anton Sambach, geb. 1767 in Aschaffenburg und Kaplan in Sailauf bekleidete das Amt des Pfarrers von Sailauf von 1806 bis zu seinem Tod 1831.

1832  Pfarrer Andreas Staab. Nach der Eingliederung in Bayern war das Besetzungsrecht der Pfarrstelle vom Kollegiatstift in Aschaffenburg auf den bayerischen König übergegangen. Andreas Staab, geb. 1792 in Wenighösbach bewarb sich als weiland Pfarrer in Geiselbach um die Sailaufer Pfarrstelle und hoffte, „der allerhöchsten Gnade würdig zu sein.“. Er war es. Bis zu seinem Tod 1855 blieb er in Sailauf und erbaute das heutige Pfarrhaus (1846).

1856  Pfarrer Peter Bischoff, geb. 1803 zu Mömbris. Er war damals Pfarrer zu Eisenbach und bewarb sich nach Sailauf. Er blieb bis 1863.

1864  Pfarrer Georg Joseph Wolf von 1864 bis 1868.

1868  Pfarrer Kaspar Roth von 1868 bis 1872.

1872  Pfarrer Franz Joseph Kolb von 1872 bis 1880.

1880  Pfarrer Markus Lutz, eingesetzt von König Ludwig II. Er blieb bis 1888.

1888  Pfarrer Bonaventura Ruf, geb. am 29.10. 1859 in Bürgstadt. In Sailauf wurde er Dechant und
Pfarrer Bonaventura Ruf
Pfarrer Bonaventura Ruf
Geistlicher Rat und versah sein Amt 50 Jahre lang in Sailauf – bis 1938. In seinem Alterssitz Rüdenschwinden starb er am 3.1. 1939 und hat auf dem Kirchhof zu Sailauf seine letzte Ruhestätte gefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 



1938  Pfarrer Sebastian Kleinschrodt von 1938 bis 1948. Er starb 1962 in Riedenheim.
Pfarrer Sebastian Kleinschrodt
Pfarrer Sebastian Kleinschrodt


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1948  Pfarrer Josef Dotzel, geboren am 19.10. 1907 in Lindach. Er wirkte segensreich bis 1957 in Sailauf.
Pfarrer Josef Dotzel
Pfarrer Josef Dotzel


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1958  Pfarrer Erhard Blassauer, wirkte von 1958 bis 1961 in Sailauf. Er starb 2004.
Pfarrer Erhard Blassauer
Pfarrer Erhard Blassauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



1961  Pfarrer Bernhard Haaf von 1961 bis 1967. Er hatte die alte St.-Vitus-Kirche in Kreuzform erweitern wollen.
Pfarrer Bernhard Haaf
Pfarrer Bernhard Haaf


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1967  Pfarrer Josef Hämel-Köhler, geb. am 25. 11. 1928.
Pfarrer Josef Hämel-Köhler
Pfarrer Josef Hämel-Köhler
Er war Pfarrer von Sailauf von 1967 bis zum Herbst 2002. In seiner 35-jährigen Amtsszeit wurden die moderne Auferstehungskirche (1971) und das Jugendzentrum (1977) erbaut. Das Pfarrhaus wurde umgebaut und erhielt ein Flachdach. 1989 erfolgte die Wiedereinweihung der inzwischen profanierten und auf Veranlassung des Fördervereines renovierten St-Vitus-Kirche. Er starb am 7.2. 2003 und ist auf dem historischen Friedhof in Sailauf beigesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

2002  Pfarrer Klaus König, geb. am 12.7.1962. Weihe am 15. Februar 1992 im Würzburger Dom.

Pfarrer Klaus König August 2009
Pfarrer Klaus König 2009
Er war seit 1997 Pfarrer von Rottenberg und Kuratus von Feldkahl. Als Pfarrer von Sailauf und Eichenberg wurde er am 1. 10. 2002 eingesetzt. Unter seiner Amtszeit wurde das Pfarrhaus für einen symbolischen Preis an die politische Gemeinde übergeben, die es unter hohem Kostenaufwand renovierte und zu einem Kulturhaus umgestaltete. Die St. Vitus-Kirche wurde einer grundlegenden Generalsanierung (2006 bis 2008) unterzogen und wieder reguläre Pfarrkirche für Sailauf. Aufgrund von Baufälligkeit, zu hoher Unterhaltskosten und schwindender Besucherzahl wurde die moderne Auferstehungskirche unter der Regie der Diözese von Juli bis September 2009 abgebrochen. Pfarrer König verließ die Pfarreiengemeinschaft im September 2009.

Abschiedsinterview mit Pfarrer König

Bericht von der Verabschiedung

Bericht im Sonntagsblatt  von der Amtseinführung in Gaukönigshofen

 

 

2010  Pfarrer Uwe Schüller - Weihe am 26. Mai 2007 im Würzburger Dom


Pfarrer Uwe Schüller
Pfarrer Uwe Schüller
Primiz am 28. Mai 2007 in der Pfarrkirche Kleinbardorf, seinem Heimatort.

Feierliche Amteinführung als leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft "St. Vitus im Vorspessart" am 26. September 2010 in der Pfarrkirche St. Vitus in Sailauf.